Hallo Zusammen,
habe auf den angelsächsischen Google Seiten gelesen, dass Melatonin neben der Einschlaf-Förderung auch einen senkenden Effekt auf den Blutdruck ausübt. Bei gleichzeitiger Einnahme von blutdrucksenkenden Medikamenten soll allerdings bei Kalziumprotagonisten das Gegenteil der Fall sein?

"Melatonin may interfere with the antihypertensive effects of nifedipine. If coadministration of melatonin cannot be avoided, closely monitor BP and adjust the nifedipine dose when melatonin is started or stopped."

Können Sie das bestätigen? Vielen Dank!
Benutzer: Gast1000
Es geht darum, dass Melatonin nicht gleichzeitig mit Beta-Blockern oder anderen Blutdrucksenkenden Mitteln zusammen eingenommen werden soll. Zwischen der Einnahme von Beta-Blockern un Melatonin sollten 4 Stunden liegen. Normalerweise nimmt man Betablocker morgens, also sollte es keine Probleme geben, da man Melatonin kurz vor dem Einschlafen nimmt. Das ist mit "coadministration" gemeint.

Benutzer: KeyMelatonin.de
Vielen Dank für die schnelle Antwort mit dem für mich wichtigen Hinweis, dass Blutdrucksenkende Mittel nicht zusammen mit Melatonin bzw. mindestens 4 Stunden Zeitspanne zwischen den Einnahmen der Medikamente liegen sollte. Ich war mir dessen nicht bewusst!

Grundsätzlich aber nochmal die Frage: Ist es richtig, dass Melatonin sich positiv auf den Blutdruck auswirkt und trifft das auch bei Einahme Blutdrucksenkender Mittel zu? Dass hierbei die richtige Dosierung eine wichtige Rolle spielt, haben Sie ja recht deutlich angesprochen.

Bei mir ist es so, dass ich neben dem bereits angesprochenen Kalziumantagonist in Form von Nitrendinpin, zusätzlich Betablocker, Alphablocker, AT1 Antagonist und Thiaziddiuretika einnehme. Weil ich mit einem gut eingestellten (relativ niedrigen) Blutdruck besser einschlafen kann, nehme ich auch gerne erst abends einen Teil dieser Medikamente ein.

Vor diesem Hintergrund wäre mir eine Differenzierung sehr recht.
Ist es möglich, dass Kalziumantagonisten, wie in den englischsprachigen Google Seiten aus den USA und England zu lesen ist, eher negativ in der Kombination mit Melatonin zu sehen sind, während die anderen Wirkstoffe nicht von Nachteil sind?

Da, wie ich, ein größerer Teil der älter werdenden Population in Deutschland in zunehmendem Maße ein oder mehrere verschiedene Blutdrucksenkende Mittel einnimmt, kommt meines Erachtens dem differenzierten Zusammenspiel dieser verschiedenen Wirkstoffe mit Melatonin eine wichtige Rolle zu. Je besser Arzt und Patient darüber informiert sind, desto fundierter fallen die Entscheidungen über die richtige Rezeptur aus.

Nochmals vielen Dank für Ihre Antwort und Verständnis!


Benutzer: Gast1000
Vielen Dank für Ihre ausführliche Beschreibung Ihrer Medikation. Es stimmt, dass Melatonin eine blutdruckregulierende Wirkung bei sehr langfristiger Einnahme (6 Monate und länger) hat. Diese ist jedoch individuell unterschiedlich. Es ist ein natürliches Mittel und man kann nicht vorhersagen, das einen Dosis von 3 mg eine bestimmten Effekt hat und eine Dosierung von 5 mg einen anderen bestimmten Effekt hat.

Es wäre am besten, wenn Sie die Einnahme mit Ihren Arzt besprechen würden. Soweit wir informiert sind haben die Betablocker nur einen Einfluss auf die Wirkung des Melatonins und nicht umgekehrt. Die Betablocker senken die schlaffördernde Wirkung des Melatonins, während Melatonin die Wirkung der Betablocker nicht beeinflusst. Dasselbe scheint laut Literatur für Kalziumantagonisten zu stimmen.

Leider können wir keine Ferndiagnose machen, weshalb es wichtig wäre, dass Sie sich an Ihren Arzt mit Ihren Fragen wenden würden. Vielen Dank für Ihr Verständnis.

Benutzer: KeyMelatonin.de




Um zu antworten, geben Sie die E-Mailadresse ein, die Sie verwendet haben, als Sie die Frage gestellt haben

Email
Antwort


Share |